Rostock am 18.05.19

 

Letztes Jahr durfte ich in Suhl eine Jugendweihefeier in einer anderen Stadt besuchen und mir Gedanken dazu machen, was mir gefiel. Dieses Jahr hatte ich durch den Zusammenschluss unter Jugendweihe Deutschland die Möglichkeit an gleich drei Feiern in Rostock mit zu wirken.

Es war mein erstes Mal in Rostock und leider haben wir auch erst ein paar Tage zuvor realisiert, dass man fast zwei Stunden von Hamburg dorthin fährt. Kurzerhand wurde ein Hotel gebucht. Wir (Vorstandsvorsitzender der Jugendweihe Hamburg und Präsident der Jugendweihe Deutschland Konny Neumann, seine Frau Iris und ich) fuhren abends los und kamen zu einem späten Abendessen an, wodurch wir an diesem Tag nicht mehr viel von der Stadt gesehen haben.
Gleich am nächsten Tag viel uns auf, dass unser Hotel direkt in der Innenstadt gelegen war. Diese war um 8:00 Uhr morgens an einem Samstag natürlich komplett leer und so kamen wir nicht umhin die wunderschöne, alte Innenstadt zu begutachten, während wir uns unserem Ziel der OSPA näherten, wo die Feiern stattfinden sollten.
Dort angekommen begrüßte uns die äußerst sympathische und vor Energie strotzende Vizepräsidentin von Jugendweihe Deutschland Anna Rutenkolk mit ihrem Freund außerdem gesellten sich zu unserem Team noch zwei andere aus einem anderen Landesverein. Wir waren also ein bunt zusammengewürfelter Haufen Fremder. Anna war schon eine Weile direkt vor Ort und wirkte, als ob sie wüsste, was sie tat, also schlossen wir anderen uns ihr an und gaben unser bestes ihren Anweisungen Folge zu leisten. Mitten im Vorgewusel kam die Band Sophie Huth und Band auf uns zu und teilte uns mit, dass die vorab ausgemachten Lieder an diesem Tag leider nicht machbar sind, da die Sängerin über Nacht ihre Stimme verloren hat. Professionell wie die Band aber ist, hatte sie nicht abgesagt und die Lieder wurden kurzerhand ausgetauscht.
In Rostock ist es wohl so, dass die Jugendweihefeiern nach Klassen aufgeteilt werden und so kam es, dass in der ersten Feier nur neun Teilnehmer waren. Zugegeben kam uns das eigentlich ganz recht, so hatten auch wir Zeit zu üben und uns einzuspielen. Anna moderierte, die Linke-Politikerin Eva-Maria Kröger hielt die Feierrede und ich durfte die Namen vorlesen (darin habe ich ja Übung) und ein Gedicht vortragen. Auch ganz süß war, dass die Blumen von Geschwisterkindern der Teilnehmer überreicht wurden. Bei der dritten Feier waren wir dann vollends eingespielt und anfängliche Schwierigkeiten waren ausradiert. Die Feierrede war sehr bewegend und Annas Moderation war gut darauf abgestimmt. Die geänderten Lieder fanden guten Anklang und die Sängerin hat sich trotz allem super angehört.

Ich will nicht sagen, dass wir uns am Ende selbst auf die Schulter geklopft haben, aber stolz waren wir schon ein wenig, als wir erschöpft wieder nach Hause fuhren. Und Rostock sieht mich auf jeden Fall wieder. Die Stadt möchte ich mir doch nochmal genauer ansehen…